Die Heimat unserer Frauen

Fast alle unsere Frauen stammen aus dem Nordosten Thailands, dem „Issan“.
Man sagt, der Reichtum des Issan seien seine Menschen. Hier ist Thailand
noch authentischer als in den Touristenzentren des Landes.
Die Menschen leben nach guter thailändischer Sitte.
Freizügigkeit und zuviel nackte Haut sind verpönt.
Man lebt gerne unbeschwert und am liebsten isst man etwas Leckeres
und plant dabei schon das nächste Menü. Die thailändische Küche
ist nicht umsonst weltberühmt.

Natürlich ist auch hier die Zeit nicht stehengeblieben. Aber neben dem hochmodernen
klimatisierten Einkaufszentrum existiert der traditionelle Markt, neben westlich
eingerichteten Restaurants stehen die traditionellen Garküchen.
Und McDonalds verkauft nicht nur Burger, sondern auch Reis.
Im Radio hört man westlichen Pop, aber fast nur auf thai, oder
lieber die thailändische Musik, „Luuk Thung“.
Das Schönheitsideal der Thai ist eine möglichst helle Haut.
Dass wir Europäer gerade einen leicht getönten Teint anziehend finden,
ist für viele Thai ebenso unverständlich wie unser Vergnügen am Sonnenbaden.
Das Klima unterscheidet sich vor allem im Wechsel von Regen- und Trockenzeit,
wobei es in der Regenzeit auch nicht ununterbrochen regnet. Nahezu immer werden
Temperaturen von über 30 Grad erreicht.

Das Durchschnittseinkommen der Thai liegt weit unter dem deutschen,
wobei dies aber auch die Lebenshaltungskosten in vielen Bereichen gilt.
So sind Häuser und Mieten unvergleichlich günstiger, schliesslich muss
nicht für den europäischen Winter gebaut werden.
Lebensmittel des täglichen Bedarfs können ebenfalls viel günstiger auf
dem lokalen Markt besorgt werden. Die klimatisierten Shopping-Malls
sind da schon erheblich teurer.
Bei den meisten Import- und Konsumgütern unterscheiden sich die Preise dann kaum noch.
Einheimische Luxusgüter wie z.B. Seide sind für unsere Verhältnisse ebenfalls sehr günstig zu erwerben. Gleiches gilt für die meisten Dienstleistungen, so kostet der Friseurbesuch nur Centbeträge.
Statt Auto wird meist Motorrad gefahren. Manchmal sieht man auch 5-köpfige Familien auf einem Fahrzeug.
Und die öffentlichen Verkehrsmittel sind für unsere Verhältnisse äusserst günstig. Nur zu Fuss gehen die meisten Thai ungern, was bei dem dortigen Klima wohl verständlich ist.
Man darf in Thailand keine sozialen Sicherungssysteme europäischen Zuschnitts erwarten. Neben der staatlichen Grundversorgung hilft man sich selber oder ist auf die Unterstützung der Familie angewiesen.
Die Familien in Thailand sind grösser. Während in Deutschland die durchschnittliche Familie aus einem oder zwei Kindern besteht, sind es in Thailand noch zwei bis drei. Und es leben noch häufiger mehrere Generationen unter einem Dach und teilen sich die Kindererziehung. So kann die Mutter arbeiten gehen und die Grossmutter kümmert sich um die Kinder.
Der noch landwirtschaftlich geprägte „Issan“ muss vor allem seine Kinder exportieren. Vor hier stammen viele Neubürger Bangkoks und „Gastarbeiter“ in den Urlaubszentren des Südens. Auch ist man es hier gewohnt, sich eine Arbeit im asiatischen oder arabischen Ausland zu suchen.
Für manche Frau liegt es da nahe, sich auch einen Ehepartner aus dem Ausland zu wünschen, zumal die tolerante thailändische Gesellschaft dies nicht diskriminiert, sondern sich über den Besuch des Westländers, des „Farang“ freut.